Die Großstädte und das Geistesleben
Der klassische Essay über den Menschen in der modernen Stadt

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Georg Simmel
Was macht die Großstadt mit dem Menschen? Georg Simmels Essay von 1903 ist der Gründungstext der Stadtsoziologie – und von verblüffender Aktualität. Simmel beschreibt die „Steigerung des Nervenlebens“ im Gedränge der Metropole: die permanente Reizüberflutung, gegen die sich der Großstädter mit Intellektualität, Distanz und Blasiertheit panzert. Er zeigt, wie die Geldwirtschaft alle Beziehungen auf Berechenbarkeit und Pünktlichkeit trimmt – und wie die Großstadt zugleich ein einzigartiges Versprechen einlöst: individuelle Freiheit, wie sie keine Kleinstadt gewähren kann.
Kaum ein Text von so geringem Umfang hat so große Wirkung entfaltet: Von der Chicagoer Schule der Soziologie bis zur heutigen Urbanistik berufen sich Stadtforscher auf Simmels Analyse. Wer über Metropolen, Stress, Anonymität und urbane Freiheit nachdenkt, beginnt am besten hier – Pflichtlektüre für Studierende der Soziologie und ein Lesegenuss für alle Stadtbewohner, die sich selbst verstehen wollen.
Diese digitale Neuausgabe folgt dem gemeinfreien Erstdruck im „Jahrbuch der Gehe-Stiftung zu Dresden“ (1903) und ist vollständig verlinkt und sorgfältig geprüft.