Braucht man wirklich einen Arbeits-PLATZ?

Meine Frau und ich sind digitale Nomaden

Meine Frau und ich sind digitale Nomaden

Eine festgesetzte Denkweise in unseren Köpfen sagt, dass man immer erst irgendwo hinfahren muss, um zu arbeiten. An seinen „Arbeitsplatz“! „ArbeitsPLATZ“, wenn ich das schon höre.

Man besteigt sein Auto oder einen überfüllten Zug, um sich an einem zentralen Ort zusammen zu horten und dort zu arbeiten, bzw. so zu tun, als ob. Man verliert dabei viel Zeit: Erstens um hinzufahren, zweitens um wieder nach Hause zu kommen und drittens durch die Beschränkung der Arbeitszeit z.B. auf das klassische „nine to five“.

(Außerdem wird man angreifbar für Terroristen, die viele Leute auf einmal treffen können. Siehe 9/11!)

Was, wenn …

Was aber, wenn die Arbeit Spaß macht und einem Nachts um 1 die Muße küsst? Dann muss man eben bis 9 warten.

Was, wenn mal keine Arbeit da ist? Dann muss man eben „so tun, als ob“, schließlich wird man für verkaufte Lebenszeit bezahlt, nicht für die erbrachte Leistung oder gar ein Ergebnis.

Was, wenn etwas anderes gerade mal wichtiger ist als die Arbeit oder ich einfach so meine Zeit frei einteilen möchte?

Die „lieben“ Kollegen

Man ist zusammen mit Leuten, die man sich weder ausgesucht hat, noch mag. Man geht sich gegenseitig auf die Nerven und lenkt sich von der Arbeit ab. Man macht sich gegenseitig krank: Durch Psychoterror und Ansteckung in der Erkältungszeit.

– Klar gibt es auch nette Kollegen, aber können die die vielen Nervensägen wirklich wett machen?

Man ist gefangen in einer nicht Art-gerechten „Massentierhaltung“.

Die elende Fahrerei

Man verpestet die Umwelt durch den Auspuff und den Reifen-Abrieb und geht täglich ein Unfall-Risiko ein, das jährlich tausende das Leben kostet.

Man verstopft die Strassen bis kein Notarztwagen mehr durch kommt.

Die Alternative

Sicher kann es sinnvoll sein, sich zu treffen, um Brainstorming zu machen oder gemeinsam Ideen zu entwickeln. Aber betrifft das jede Stelle und vor allem: Muss das wirklich jeden Tag sein? Und geht das nicht auch über Skype oder am Telefon?

Auch während einer Radtour kann man ortsunabhängig arbeiten!

Auch während einer Radtour kann man ortsunabhängig arbeiten!

Die Entwicklung

Die Anzahl ortsunabhängig arbeitender wächst. Die Gruppe der „digitalen Nomaden“. Selbstständig oder als Freelancer arbeiten digitale Nomaden wo sie wollen und wann sie wollen. Digital ausgestattet meist nur mit einem Notebook.

Sie werden nicht für die Zeit bezahlt, in der sie so tun, als ob sie arbeiten oder in der sie tatsächlich, aber unproduktiv oder gar schlecht arbeiten. Sie werden für das Resultat oder die Wirkung ihrer Arbeit bezahlt, also ausschließlich für das, worauf es wirklich ankommt.

Die Zukunft

Als ich vor über 10 Jahren eine TV-Doku sah, in der ein kleines Unternehmen mit seinen Mitarbeitern eine Bergtour machte, um dann auf der Hütte die Notebooks auszupacken, wusste ich: Das will ich auch und hier liegt die Zukunft. (Ich meine, die Zukunft liegt darin, sein Notebook auszupacken und zu arbeiten, wann und wo man Lust hat, und nicht darin, es mit anderen Leuten tun zu müssen.)

Inzwischen hat die Zukunft begonnen – es lebe die Freiheit!

Was meinen Sie dazu? Fahren Sie lieber ins Büro? Hinterlassen Sie mir einen Kommentar?

Artikel-VÖ: 17.1.2015, 9:38